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06.05.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Ankaras Rohstoffdurst

Türkisches Forschungsschiff dringt in zyprisches Hoheitsgebiet ein. EU verurteilt Aggression

Efthymis Angeloudis

Nomen est omen. Nicht umsonst heißt das Bohrschiff der türkischen Marine, das zur Erkundung von Erdgasvorkommen im Mittelmeer benutzt wird, »Fatih« bzw. »Eroberer«. Am Freitag wurde die schwimmende Bohrinsel ihrem Namen endlich gerecht. Zusammen mit dem Forschungsschiff »Barbaros« drang die »Fatih« in die »ausschließliche Wirtschaftszone« Zyperns ein, um illegale Bohrungen vor der Mittelmeerinsel durchzuführen. Ankara möchte Nikosia somit die bisher gefundenen Erdgasvorräte vor der Insel mit Überschreitungen seiner Hoheitszone streitig machen.

Eine Antwort auf die türkische Aggression folgte prompt aus Brüssel. Die Europäische Union verurteilte nachdrücklich die fortgesetzten illegalen Aktionen der Türkei im östlichen Mittelmeerraum. Die Außenbeauftragte Federica Mogherini sagte am Samstag, die EU appelliere »dringend« an die Türkei, sich zurückzuhalten. Ansonsten werde man »auf jede illegale Ta...

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