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04.05.2019 / Inland / Seite 8

»Farhads Rückkehr klappte, weil wir gekämpft haben«

Afghane trotz bevorstehender Hochzeit aus Bayern abgeschoben. Verlobte setzte sich erfolgreich für ihn ein. Gespräch mit Sarah S.

Gitta Düperthal

Aus Bayern, dem »Familienland« laut CSU, werden Menschen ins Kriegsgebiet Afghanistan abgeschoben. Deren familiäre Situation spielt dabei offenbar keine Rolle. Sie und Ihr heutiger Mann Farhad S. standen im Herbst 2017 kurz vor der Heirat, als er nach Kabul abgeschoben wurde. Wie kam es dazu, und wie haben Sie es geschafft, dass er im Dezember 2018 wieder nach Deutschland einreisen konnte?

Damals, im Oktober 2017, hatten wir alle Papiere zusammen, sie lagen beim Standesamt vor. Farhads Asyl war abgelehnt worden. Mit der Begründung, vor unserer Eheschließung müsse das Landeskriminalamt Farhads Geburtsurkunde prüfen, wurde er abgeschoben. Dabei hatten wir der Ausländerbehörde mitgeteilt, dass er in Afghanistan niemanden mehr kennt. Seine Familie war von dort schon vor langer Zeit geflohen, in den Iran und nach Europa. Für uns als verliebtes Paar war es unglaublich hart, von unserem Anwalt zu erfahren, dass die Einreisesperre für ihn drei Jahre dauern würde ...

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