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03.05.2019 / Ausland / Seite 7

Alternativen gesucht

Pläne der Protestbewegung in Algerien konkretisieren sich. Gewerkschaften als Verbündete

Sofian Philip Naceur

Auch drei Wochen nach dem Rücktritt von Algeriens Expräsident Abdelaziz Bou­teflika reißen die landesweiten Massenproteste nicht ab. Nachdem am Dienstag abermals Zehntausende Studenten und Schüler durch die Straßen des nordafrikanischen Landes gezogen waren und lautstark einen echten politischen Wandel eingefordert hatten, mobilisierten Algeriens Gewerkschaften für den 1. Mai. Vor allem in der von Berbern bzw. Imazighen (so die Eigenbezeichnung) geprägten Region Kabylei, aber auch in der Hauptstadt Algier und in anderen Provinzen des Landes schlossen sich Hunderttausende den Maidemonstrationen an und verliehen ihren Forderungen nach tiefgreifenden Reformen Nachdruck.

Selten waren die Maiproteste derart von explizit politischen Parolen geprägt wie dieses Jahr. »Nein zu den Wahlen am 4. Juli« oder »Algerien, frei und demokratisch« skandierte die Menge in Algier. Während die unabhängigen Gewerkschaften schon in den letzten Jahren erfolgreich mobilisieren kon...

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