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30.04.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Öltransit sabotiert?

Russland hält Verschmutzung des Öls in der Pipeline »Druschba« inzwischen für vorsätzlich verursacht

Reinhard Lauterbach

Russland geht inzwischen davon aus, dass die Verschmutzung des über die Pipeline »Druschba« nach Zentraleuropa exportierten Rohöls vorsätzlich geschehen ist. Ministerpräsident Dmitri Medwedjew sagte, ergänzend zu den internen Ermittlungen der beteiligten Unternehmen seien jetzt auch Justiz und Geheimdienste in die Aufklärung des Vorfalls einbezogen worden, der seit inzwischen einer guten Woche den russischen Ölexport über »Druschba« zum Erliegen gebracht hat.

Wie der Pipelinebetreiber »Transneft« am Wochenende erklärte, ist der Abschnitt, auf dem die Verschmutzung geschah, inzwischen lokalisiert. Er liege im Bezirk Samara an der Wolga, konkret an einem Übernahmepunkt, wo Rohstoff eines kleinen privaten Ölbohrunternehmens in die Leitung eingespeist werde. Die naheliegende und noch vergleichsweise harmlose Vermutung, dass die in Russland nicht seltene Schlamperei dafür verantwortlich sei, wird in der russischen Diskussion immer seltener vertreten. Als mutma...

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