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24.04.2019 / Feuilleton / Seite 10

Schillernder Signifikant

Robert Feustels instruktiver Band »Am Anfang war die Information«

Timo Daum

Überall ist jetzt von Daten die Rede, aus denen sinnvolle – und das heißt in unserer gesellschaftlichen Ordnung natürlich verwertbare – Informationen generiert werden. Wie Erdöl werden heute Daten gefördert, aus denen dann durch Algorithmen und »Künstliche Intelligenz« verwertbare Informationen raffiniert werden. Datenextraktionismus heißt das dann und ist die Art und Weise, wie das Kapital Informationsgesellschaft ausbuchstabiert. Aber was ist überhaupt Information?

Dieser offensichtlich wichtigen Frage widmet sich der Politologe Robert Feustel in seinem Buch »Am Anfang war die Information«, das gerade im Verbrecher-Verlag erschienen ist. Er macht sich daran, dem modernen Informationsbegriff auf die Spur zu kommen, und nimmt uns mit auf eine Reise durch die Kultur- und Begriffsgeschichte, die so einige Überraschungen bereithält. Der Untertitel »Digitalisierung als Religion« fasst seine These ganz gut zusammen. Wir haben es mit einer quasireligiösen Beset...

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