Gegründet 1947 Dienstag, 26. Mai 2020, Nr. 121
Die junge Welt wird von 2295 GenossInnen herausgegeben
24.04.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Minsk streitet mit Moskau

Russland und Belarus liefern sich derzeit einen regelrechten Handelskrieg. Präsident Lukaschenko droht mit Pipelineschließung

Reinhard Lauterbach

Formal sind Belarus und die Russische Föderation seit 1997 in einem Unionsstaat ganz besonders eng miteinander verbunden. Praktisch streiten sich beide Länder nahezu permanent. Aktuell liefern sich beide Seiten sogar einen regelrechten Handelskrieg.

Der Zank begann Anfang April damit, dass Russland seinem kleinen Nachbarn einen Kredit über 600 Millionen Dollar gewährte. Allerdings nicht zur freien Verfügung, sondern um fällige Verbindlichkeiten umzuschulden. Die Gesamthöhe der belarussischen Auslandsschulden betrug Ende 2018 knapp 17 Milliarden US-Dollar. Und diese steigen weiter. Gläubiger ist für den größten Teil Russland.

Ruhe kehrte mit der Umschuldungsvereinbarung nicht ein. Wenige Tage später sperrte die russische Lebensmittelaufsicht die Einfuhr von Äpfeln und Birnen aus Belarus. Die Behörde beschwerte sich, sie habe innerhalb eines einzigen Tages 36 Lkw mit undeklarierten Früchten an der eigentlich grünen Grenze zwischen beiden Ländern gestoppt. S...

Artikel-Länge: 4400 Zeichen

Dieser Beitrag gesperrt und nur für Onlineabonnenten lesbar. Die Tageszeitung junge Welt finanziert sich vor allem aus den Aboeinnahmen. Bitte tragen auch Sie mit einem Onlineabo dazu bei, das Erscheinen der jungen Welt und ihre Unabhängigkeit zu sichern.

Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €