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24.04.2019 / Inland / Seite 4

Verdrängung statt »Populismus«

Sachsens Genossenschaftschef sieht Bedarf für günstigeren Wohnraum nicht: Einkommensschwache Dresdner und Leipziger sollen ins Umland ziehen

Steve Hollasky

Im sächsischen Wahljahr nimmt die Debatte um Mieten und Wohnen im Freistaat an Fahrt auf. Zu Ostern hat sich Axel Viehweger, Präsident des Verbandes der sächsischen Wohnungsgenossenschaften (VSWG), zu Wort gemeldet. Gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa) behauptete er, es gebe »keine Wohnungsnot in Sachsen«. Folglich zeigte Viehweger auch kein Verständnis für die Proteste von Anfang April, bei denen Initiativen in Leipzig und Dresden im Rahmen eines europaweiten Aktionstages gegen »Mietenwahnsinn« protestiert hatten. Er sehe für günstigeren Wohnraum »den Bedarf nicht« – die Debatte sei populistisch.

Dabei hatte noch im März Viehwegers eigener Verband, der VSWG, im Rahmen einer Studie zur »Bezahlbarkeit des Wohnens in Sachsen« erklärt, dass »jeder fünfte Haushalt« bei der Wohnungssuche »Schwierigkeiten aufgrund seines Einkommens« habe. Rentnerinnen und Rentner, Alleinstehende mit oder ohne Kinder, Teilzeitkräfte oder Vollzeitbeschäftigte mit niedrigem...

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