Gegründet 1947 Montag, 16. Dezember 2019, Nr. 292
Die junge Welt wird von 2220 GenossInnen herausgegeben
15.04.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Versagen die Sanktionen?

Ungewissheit über nächste Schritte der USA gegen Iran sorgt für hohe Ölpreise. Und bei Teheran für Großbestellungen aus China und Indien

Knut Mellenthin

Auf den ersten Blick sieht es aus wie eine kleine Sensation: Iran hat im März mehr Erdöl exportiert als im November 2018. Damals waren die gegen Teherans wichtigste Einnahmequelle gerichteten US-Sanktionen gerade wieder in Kraft gesetzt worden. Schon seit Jahresanfang weisen die Zahlen nach oben. Iran exportierte ungefähr 1,1 Millionen Barrel pro Tag (Barrels per day, bpd) im Januar, 1,25 Millionen bpd im Februar und 1,7 Millionen bpd im März. Im November 2018 waren es nur 1,08 Millionen bpd gewesen. Als Vergleichszahl: Der weltweite Verbrauch und die globale Erdölproduktion liegen gegenwärtig jeweils bei 100 Millionen bpd.

US-Politiker hatten im Herbst 2018 »vorausgesagt«, dass Irans Ausfuhr durch die Sanktionen dauerhaft unter eine Million bpd gedrückt würde. Diese Prognose aus Washington war mit Sicherheit unrealistisch, was in iranischen Medien gebührend gefeiert wird. Trotzdem ist die Aussagekraft der jüngsten Zahlen über den iranischen Ölexport zu r...

Artikel-Länge: 4842 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €