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13.04.2019 / Ausland / Seite 7

Lästerliches und Gottesfurcht

Indonesien: Parlaments- und Präsidentschaftswahlen stehen bevor. Klima von Hass und zunehmender Intoleranz

Rainer Werning

Die Serie von Verurteilungen wegen angeblicher Gotteslästerung in Indonesien reißt nicht ab. Die Vorbereitungen der für kommenden Mittwoch angesetzten Parlaments- und Präsidentschaftswahlen laufen, während seit Jahren immer wieder pogromartige Ausschreitungen gegen als islamfeindlich wahrgenommene Personen stattfinden. Der Oberste Gerichtshof Indonesiens hat mit einem am 8. April auf seiner Internetseite veröffentlichten Urteil den zuvor ergangenen Schuldspruch gegen eine Buddhistin bestätigt. Die 44jährige Frau chinesischer Abstammung hatte sich 2016 gegenüber einer Nachbarin über die Lautstärke des islamischen Gebetsrufs »Adhan« vom Minarett der örtlichen Moschee beschwert. Das wurde im nachhinein als generelle Kritik am Adhan verdreht, entsprechend über die sozialen Medien weit verbreitet und heftig attackiert. Die im Lande ohnehin latente antichinesische Stimmung schlug rasch in Gewalt um, mehrere buddhistische Tempel gingen in Flammen auf.

Die Buddhi...

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