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12.04.2019 / Ansichten / Seite 8

Unbequemer Zeuge

Ecuador liefert Assange aus

André Scheer

Ecuadors früherer Präsident Rafael Correa hat die Auslieferung des Wikileaks-Mitbegründers Julian Assange durch die Regierung seines Nachfolgers Lenín Moreno als »Verbrechen« bezeichnet, das »die Menschheit niemals vergessen wird«. Moreno sei nicht nur korrupt, sondern »der größte Verräter in der Geschichte Ecuadors und Lateinamerikas«, schrieb er am Donnerstag auf Twitter.

Moreno hatte im Wahlkampf 2017 versprochen, die von Correa initiierte »Bürgerrevolution« fortzusetzen. Davon hat er sich schnell verabschiedet. Inzwischen steckt er tief im Hintern des Imperiums und hat sich den Vorgaben aus Washington nahezu bedingungslos unterworfen. Ecuador ist heute Teil der Front gegen Venezuela und andere fortschrittliche Regierungen Lateinamerikas und wieder eine Spielwiese für Großkonzerne, korrupte Interessengruppen und US-Geheimdienste.

Eine sachliche Analyse der Vorgänge vom Don...

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