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10.04.2019 / Ausland / Seite 7

Auf dem Rücken der Ärmsten

Vor fünf Monaten zog Kuba nach Drohungen seine Ärzte aus Brasilien ab. Die Folgen sind spürbar

André Scheer

Kaum war der Faschist Jair Bolsonaro im vergangenen November zum Präsidenten Brasiliens gewählt worden, kündigte er die Zusammenarbeit mit Kuba auf. Er werde das Programm »Mais Médicos« (Mehr Ärzte) neu verhandeln, erklärte er und verband das mit verbalen Angriffen auf Kuba und dessen Ärztinnen und Ärzte. Diese sollten zum Beispiel noch einmal Prüfungen ablegen müssen, bevor sie in Brasilien eingesetzt würden.

Im Jahr 2013 hatte die damalige brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff ein Abkommen mit der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (OPS) abgeschlossen, um die medizinische Versorgung der Bevölkerung zu verbessern. Kuba übernahm die praktische Umsetzung und entsandte mehrere tausend Ärztinnen und Ärzte, die vor allem in den armen und abgelegenen Gebieten des Landes eingesetzt wurden. Das wurde auch nicht abgebrochen, nachdem Rousseff 2016 durch einen parlamentarischen Staatsstreich gestürzt worden war. Doch nach den Attacken Bolsonaros zog Hava...

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