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11.04.2019 / Ausland / Seite 7

Einfach sitzen bleiben

Räumung von Protestblockaden im Sudan misslungen. Armee uneins über weiteres Vorgehen

Gerrit Hoekman

Wie lange kann sich der sudanesische Präsident Omar Al-Baschir noch an der Macht halten? Seit Sonnabend verstärken sich die seit vier Monaten andauernden Proteste gegen ihn noch einmal. In der Hauptstadt Khartum kampieren rund um die Uhr Tausende Menschen vor dem Hauptquartier der Armee und fordern die Soldaten auf, sich ihnen anzuschließen. Die der Opposition nahestehende Internetzeitung Sudan Tribune berichtet am Dienstag von 21 Toten. Mehr als 150 Menschen sind zum Teil schwerverletzt, einige befinden sich in einem kritischen Zustand. Mehr als 2.000 sollen verhaftet worden sein. Unter den Getöteten sind auch fünf Soldaten, die offenbar zu den Protestierenden übergelaufen waren.

»Maskierte Schützen greifen jeden Tag im Morgengrauen die Demonstranten an«, beschreibt Sadiq Al-Mahdi, Anführer der oppositionellen Nationalen Umma Partei (NUP), die Lage vor dem Armeehauptquartier in der Tribune. Die NPU ist eine der ältesten Parteien im Land und tritt für ein...

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