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10.04.2019 / Geschichte / Seite 12

Ikone der Revolution

Vor hundert Jahren wurde Emiliano Zapata ermordet. In Mexiko ist der Bauernführer eine legendäre Gestalt – um sein Erbe wird bis heute gestritten

Héctor Jiménez Guzmán

Am 10. April 1919 wurde Emiliano Zapata, »El Caudillo del Sur« (Der Anführer des Südens), ermordet. Er war der Anführer der wichtigsten mexikanischen Bauernaufstände im 20. Jahrhundert. Fast zehn Jahre lang hatte er für die Anerkennung der Autonomie der ursprünglichen Bauerngemeinschaften und für das Recht auf kollektives Eigentum gekämpft. Er starb durch die Kugeln des Staates, der ihn nach seinem Tod zum Helden machen sollte. Heute wird er sowohl von diesem als auch von der Linken verehrt. Aber wer war Zapata? Wofür kämpfte er? Und wie veränderte sich seine Bedeutung im Laufe eines Jahrhunderts?

Diktatur und Aufstand

Im August 1821 wurde die Unabhängigkeit Mexikos von Spanien im Vertrag von Córdoba anerkannt. In den sechs Jahrzehnten danach durchlief das Land Zeiten der Instabilität und Zerrüttung. Zahllose Hindernisse mussten überwunden werden, bis es gelang, einen souveränen Staat aufzubauen. In dieser Zeit des Hin und Her hatte Mexiko zahlreiche Regi...

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