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10.04.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Rechte Netzwerke

In Österreich hat die »Identitäre Bewegung« Verbindungen bis in höchste Regierungskreise

Christian Kaserer, Wien

Österreichs Regierungskoalition von rechtskonservativer ÖVP und ultrarechter FPÖ ist harscher Kritik ausgesetzt. Der Grund sind allerdings nicht die sozial- und arbeitspolitischen Verschlechterungen, zu denen nebst den meisten Medien auch die parlamentarische Opposition weitgehend geschwiegen hatte. Es geht um die intensiven Kontakte zwischen der FPÖ und der neofaschistischen »Identitären Bewegung«. Diese Verbindungen sind seit langem bekannt und hatten bisher kaum gestört, doch als Ende März bekannt wurde, dass der Terrorist, der im neuseeländischen Christchurch 50 Muslime ermordet hatte, eine Spende in Höhe von 1.500 Euro an »Identitären«-Chef Martin Sellner überwiesen hatte, war die Aufregung groß. Kurz darauf wurde öffentlich, dass in der Linzer »Villa Hagen«, welche einem FPÖ-nahen Studentenverein gehört, nicht nur ein Studentenheim und die schlagende deutsch-nationale Burschenschaft »Arminia Czernowitz« einquartiert sind, sondern auch die »Identitär...

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