Gegründet 1947 Sa. / So., 21. / 22. September 2019, Nr. 220
Die junge Welt wird von 2216 GenossInnen herausgegeben
08.04.2019 / Feuilleton / Seite 8

»Viele haben Angst, Status der Gemeinnützigkeit zu verlieren«

Frage finanzieller Förderung: Freie Dokumentarfilmer haben es in ihrer Arbeit zunehmend schwerer. Ein Gespräch mit Martin Keßler

Gitta Düperthal

Sie touren zur Zeit mit Ihrem neuen Dokumentarfilm »Raubzug nach Amazonien« durch die Bundesrepublik. Wie sehen die Arbeitsbedingungen freier Dokumentarfilmer aus?

Der Job bringt eine enorme Arbeitsverdichtung mit sich. Der Film muss hergestellt werden. Kamera mache ich selber. Öffentlichkeits- und Pressearbeit ist zu erledigen, Veranstaltungen sind zu organisieren, um den Film zu zeigen. Es braucht zudem eine ausreichende Finanzierung, was im Laufe der Jahre zunehmend schwieriger geworden ist. Mein aktuelles Filmprojekt »Countdown am Xingu VI – Raubzug nach ­Amazonien« wird von Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen gefördert.

Inwiefern ist die Finanzierung in den vergangenen Jahren schwieriger geworden?

Früher förderten partei- und gewerkschaftsnahe Stiftungen meine Arbeit mitunter mit Beträgen von bis zu 10.000 Euro. Das tun sie heute kaum noch. Es fehlt ihnen oft am notwendigen langen Atem. Sie fördern einen Film oder vielleicht zwei, tragen abe...

Artikel-Länge: 3864 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €