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05.04.2019 / Inland / Seite 8

»Wollen Klassenbewusstsein bei Studierenden wecken«

Regensburg: Linkes Unitheater will Spielstätte nach Naziopfer benennen. Studentenwerk dagegen. Ein Gespräch mit Kurt Raster

Gitta Düperthal

Seit einem Jahr tobt ein Rechtsstreit zwischen dem Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz und dem linken »ueTheater« an der Uni Regensburg. Letzteres hatte schon 2007 dem Studentenwerk, das Pächter der vom Ensemble genutzten Räume an der Uni ist, vorgeschlagen, das Theaterhaus nach Elly Maldaque zu benennen. Sie war eine Lehrerin, die 1930 starb und als erstes Naziopfer in Regensburg gilt. Wie erklären Sie sich den Widerstand gegen Ihre Pläne?

Unsere Umbenennungsidee haben 2007 alle Parteien im Regensburger Stadtrat unterstützt, außer der CSU. Für letztere ist die Geschichte der Volksschullehrerin blamabel: Die Vorgängerin der CSU, die Bayerische Volkspartei BVP, hat ihren Tod damals mitverschuldet. Ein weiterer Grund für die Härte, mit der die Auseinandersetzung geführt wird, ist aus unserer Sicht, dass das Studentenwerk das Theater und seinen Kulturbetrieb neoliberal ausgerichtet sehen will. Die Universität Regensburg ist mit ihrem autoritären Kanzler Chr...

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