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05.04.2019 / Inland / Seite 4

Auf die Straße gesetzt

Polizei räumt Häuser in Duisburg. Knapp 100 Menschen werden über Nacht wohnungslos. Soziale Initiativen und Linkspartei entsetzt

Markus Bernhardt

Die Duisburger Polizei ist am Mittwoch erneut gegen Roma-Familien vorgegangen. Mehrere Wohnungen, die vor allem von Menschen aus Bulgarien und Rumänien bewohnt worden waren und sich in der Duisburg-Marxloher Rudolfstraße befinden, wurden geräumt. Augenzeugenberichten zufolge seien auf Geheiß der Stadtverwaltung »in wenigen Stunden über 100 Menschen, darunter viele kleine Kinder, Kranke und alte Menschen, aus ihren Wohnungen vertrieben« worden. »Eine ganze Einsatzhundertschaft der Polizei versuchte die Solidaritätsbekundungen und Proteste der Nachbarinnen und Nachbarn gegen die Räumung zu verhindern«, berichtete auch Sylvia Brennemann, die sich im örtlichen »Netzwerk gegen rechts« und der »Initiative Marxloher Nachbarn« engagiert, am Donnerstag im Gespräch mit jW.

Mittwoch morgen gegen acht Uhr habe die Duisburger Polizei in Begleitung verschiedener anderer Behörden die Bewohnerinnen und Bewohner zunächst mit »Ausweiskontrollen und Hausdurchsuchungen beläs...

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