Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
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03.04.2019 / Antifa / Seite 15

»Spiel auf Leben und Tod«

Vor 120 Jahren wurde die antifaschistische Widerstandskämpferin Anna Christiansen-Clausen geboren

Cristina Fischer

Als das Netzwerk von Richard Sorge, Kommunist und Kundschafter für den Nachrichtendienst der Roten Armee, 1941 in Japan aufflog, gehörten zu den Verurteilten auch drei Frauen, davon zwei Japanerinnen. Die dritte hieß Anna Clausen. Sie war am 1. April 1899 in Nowosibirsk als Anna Schdankowa zur Welt gekommen, hatte einen finnischen Unternehmer geheiratet und war mit ihm nach der Oktoberrevolution nach China emigriert. Sie war durch die Ehe finnische Staatsbürgerin geworden; ihr Mann starb 1927.

Es ist noch immer nicht leicht, Wahrheit und Legende in diesen Lebensläufen auseinanderzuhalten. Die Witwe Anna lernte den Funker Max Clausen 1929 in Shanghai kennen. Sie soll, damals als Krankenschwester tätig, antikommunistisch eingestellt gewesen sein. Ihr späterer Mann wiederum behauptete, sie sei Mitglied der KP China gewesen. Jedenfalls passte es nicht ins Konzept der »Hauptverwaltung Aufklärung« (russ.: Glawnoje Raswedywatelnoje Uprawlenije, GRU) des Militärn...

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