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30.03.2019 / Inland / Seite 8

»Werde mich weiter gegen Autoritäten auflehnen«

Nach Protest am Fliegerhorst Büchel: Friedensaktivistin saß Ersatzfreiheitsstrafe ab. Ein Gespräch mit Clara Tempel

Gitta Düperthal

Am Donnerstag wurden Sie aus dem Frauengefängnis Hildesheim entlassen. Dort waren Sie eine Woche lang inhaftiert, weil Sie im September 2016 in den Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz eingedrungen waren, während Bundeswehr-Soldaten dort den Abwurf von Atombomben übten. Wieso kam es zu dieser harten Strafe?

Ich wurde nicht zur Haftstrafe verurteilt, sondern zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen in Höhe von insgesamt 900 Euro. Ähnliche Urteile gab es zuvor schon für Umwelt-, Antiatom- oder Friedensaktivisten. Ich habe die sogenannte Ersatzfreiheitsstrafe angetreten, weil ich diesen Betrag nicht vollständig bezahlen wollte. Einfach nur die Geldbuße zu zahlen, wäre mir vorgekommen, als hätte ich eingestanden, etwas Unrechtes getan zu haben. Ich bin aber sehr zufrieden, dass ich gegen die Atomwaffen gekämpft habe.

Den Zeitpunkt meines Haftantritts habe ich selbstbestimmt gewählt. Mehr als 150 Aktivistinnen und Aktivisten hatten mich am Donnerstag vergangen...

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