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30.03.2019 / Inland / Seite 4

Historiker ausgeladen

Kniefall vor der Rechtsentwicklung: ATTAC distanziert sich von dem israelischen Intellektuellen Moshe Zuckermann

Susann Witt-Stahl

Der Historiker soll keinen Vortrag im niedersächsischen Oldenburg halten. Die dortige Regionalgruppe des globalisierungskritischen Netzwerks ATTAC hatte ­Moshe Zuckermann eingeladen, am 10. Mai über den Nahostkonflikt und die innenpolitische Lage in Israel zu sprechen. Ende vergangener Woche kam dann die Absage. Die schriftliche Anfrage von jW nach den Gründen blieb unbeantwortet, aber ein internes Schreiben, das der Redaktion vorliegt, gibt Aufschluss: Da ist von einer »Zuspitzung im örtlichen Konflikt um die Nutzung städtischer öffentlicher Räume für Kritiker der staatlichen israelischen Politik wie den damit verbundenen Vorwürfen des Antisemitismus« und von »zwei opportunen Einwänden« gegen die Einladung Zuckermanns die Rede: Zum einen fürchtet man Konflikte in der Oldenburger ATTAC-Gruppe, zum anderen hat man Angst vor negativen Reaktionen, etwa aus der Linkspartei und der SPD.

In Deutschland sind israelische und andere Repräsentanten des humanistisch...

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