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29.03.2019 / Ausland / Seite 8

»Kurdische Bevölkerung ist seit 40 Jahren in einem Krieg«

Hungerstreik als Bewegung: Tausende politische Gefangene fordern Verhandlungen mit PKK. Ein Gespräch mit Ali Cicek

Gitta Düperthal

Berichten der kurdischen Nachrichtenagentur ANF zufolge befinden sich derzeit rund 7.000 politische Gefangene im Hungerstreik, um die Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen zwischen PKK und türkischer Regierung zu fordern. Zu diesem Mittel im Freiheitskampf gibt es unterschiedliche Meinungen: Könnte der Hungerstreik nicht dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in die Hände spielen, wenn sich seine politischen Gegner selbst ausschalten?

In einem Land wie Deutschland, in dem die demokratische Kultur andere Möglichkeiten bietet, sich auszudrücken, wird der Hungerstreik häufig skandalisiert – stellt er doch hier etablierte Werte auf den Kopf. In türkischen Gefängnissen muss er als letzter Protestakt verstanden werden, wenn keine andere Möglichkeit mehr gesehen wird, sich Gehör zu verschaffen. Wichtig ist, die Betroffenen dabei nicht allein zu lassen.

Die von der HDP-Abgeordneten Leyla Güven am 7. November initiierte Hungerstreikbewegung verdeutlich...

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