Gegründet 1947 Montag, 22. Juli 2019, Nr. 167
Die junge Welt wird von 2201 GenossInnen herausgegeben
25.03.2019 / Ausland / Seite 6

Nach dem Folterlager

Gefangenen auf dem US-Militärstützpunkt Guantanamo werden auch nach Freilassung ihre Rechte verwehrt

Jürgen Heiser

Die US-Initiative »Close Guantanamo« beantwortete jüngst die von ihr aufgeworfene Frage, wann »ein freier Mensch kein freier Mensch« mehr sei, mit der Feststellung: Wenn es sich um einen aus dem US-Folterlager Guantanamo Bay entlassenen Gefangenen handele. Der britische Journalist Andy Worthington, Mitbegründer der Initiative, bezog sich damit auf die Situation des Mauretaniers Mohamedou Ould Slahi, der im Oktober 2016 nach fast 15 Jahren Internierung in Guantanamo in sein Heimatland überstellt worden war.

Nur einen Tag nach seiner Rückkehr in die Hauptstadt Nouakchott erklärten die mauretanischen Sicherheitsbehörden Slahi, er dürfe zwei Jahre nicht reisen und werde seinen Reisepass erst danach erhalten. Obwohl er inzwischen ein Kleingewerbe betreibt und eine Familie mit kleinen Kindern hat, hintertrieb die Innenbehörde ihre Zusage, er durfte bis heute nicht zu seinem Bruder in die Bundesrepublik reisen. Dort wartet auf ihn ein Ärzteteam, das die gesundhe...

Artikel-Länge: 5105 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €