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22.03.2019 / Ausland / Seite 7

Duque verhandelt nicht

Kolumbien: Streik und Protest der Indigenen wächst. Regierung reagiert mit Gewalt

Sascha Jablonski, Papayán

Seit mehr als einer Woche halten die großen Proteste in Kolumbien nun an: Am Dienstag starb in La Agustina in der Region Cauca ein Polizist. Die Hintergründe sind noch unklar. Die kolumbianische Regierung erklärte zunächst, er sei in einem Gefecht mit der linken FARC-Guerilla gestorben. Der Indigenenrat des Caucas (CRIC) hielt dem entgegen, die Ursache für den Tod könne ein Querschläger der Polizei gewesen sein. Andere gehen davon aus, er sei bei den Straßenschlachten ums Leben gekommen; die Polizei hatte die Demonstranten mit extremer Gewalt angegriffen, um eine der Straßenblockaden auf der Schnellstraße Panamericana zu räumen.

Mehr als 2.500 Polizisten der Aufstandsbekämpfungseinheit Esmad wurden dazu eingesetzt. Die Protestierenden hatten auf die Angriffe mit Molotowcocktails und Feuerwerkskörpern reagiert. Am Sonntag verwüstete die Polizei ein Protestcamp. Daraufhin wandte sich der Indigenenrat CRIC mit einem Hilferuf an die Öffentlichkeit. Sonderpoli...

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