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22.03.2019 / Ausland / Seite 6

Wachablösung in Astana

Kasachischer Präsident Nursultan Nasarbajew gibt nach fast 30 Jahren Amt auf. Größerer Einfluss Chinas und der Türkei wahrscheinlich

Reinhard Lauterbach

Der langjährige kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew hat am Dienstag sein Amt aufgegeben. Er erklärte in Astana, er werde jedoch den Titel »Führer der Nation« (Elbaschi) und den Vorsitz des Sicherheitsrates beibehalten. Zum Nachfolger wurde der bisherige Präsident des parlamentarischen Oberhauses, Kassym-Schomart Tokajew, ernannt. Der 78jährige Nasarbajew nannte gesundheitliche Gründe für seine Entscheidung. Beobachter schrieben, sein Abschied wäre »im Jelzinschen Stil« geschehen: am Vorabend des (kasachischen) Neujahrsfestes und unter Benennung eines Nachfolgers aus dem inneren Zirkel der Macht.

Nasarbajew hatte sich in den sechziger und siebziger Jahren in der Kommunistischen Partei Kasachstans nach oben gearbeitet, wurde gefördert von dem damaligen Republiksparteivorsitzenden Dinmuchamed Kunajew. 1984 wurde er Chef der Regierung der Republik. Als Kunajew 1986 unter Korruptionsvorwürfen entlassen wurde, tat sich Nasarbajew dabei hervor, die nation...

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