Gegründet 1947 Mittwoch, 21. August 2019, Nr. 193
Die junge Welt wird von 2208 GenossInnen herausgegeben
21.03.2019 / Feuilleton / Seite 10

»Lasst mich doch in Ruhe«

Heinrich Breloer tratscht sich fürs Fernsehen eine Biographie von Bert Brecht zusammen

André Weikard

Bertolt Brecht war 1921 gerade 23 Jahre alt, hatte bereits einen zweijährigen Sohn, und zwei Frauen erwarteten gleichzeitig ein Kind von ihm. Drei Jahre später schwängerte er eine dritte, die Helene Weigel. Auch ihr würde er nie treu sein. Was das alles über den bedeutendsten deutschen Dramatiker das 20. Jahrhunderts sagt? Vermutlich weniger als der ARD-Zweiteiler »Brecht« uns weismachen will.

Das Dokudrama zeigt den jungen Autor (Tom Schilling) beim Spaziergang mit der Jugendliebe am See, man sieht ihn nackt im Ruderboot sitzen oder auf dem Klappstuhl, während das Grammophon Schlagerschnulzen spielt. Die Weigel ist berühmt für ihre Mehlspeisen, und der Brecht »roch viel zu scharf und zu grässlich«. Womöglich auch deswegen muss der Poet eine Weile vor dem Schlafzimmer der Schauspielerin klampfen, ehe sie ihn unter ihre Bettdecke lässt. Heinrich Breloer, der sich schon an den »Manns« und Hitlers Architekten (»Speer und Er«) abgearbeitet hat, liefert biogra...

Artikel-Länge: 4548 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €