Gegründet 1947 Montag, 22. Juli 2019, Nr. 167
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20.03.2019 / Feuilleton / Seite 10

Wolf, Birr, Hochmuth

Jegor Jublimov

Ihr ging es nicht um die Menschheit, sondern um den Menschen, den konkreten Menschen, der gelegentlich hinter aufgeregtem Agieren, hinter aufgesetzten Masken unsichtbar zu werden droht. »Denn die Menschen waren nicht leicht zu sehen hinter den überlebensgroßen Papptafeln, die sie trugen, und an die wir uns, was sehr merkwürdig ist, schließlich sogar gewöhnten«, schrieb Christa Wolf in ihrem 1968 erschienenen Roman »Nachdenken über Christa T.« Mit diesem, in der DDR nicht auf Anhieb geliebten Werk gelang ihr eine kleine Sensation, denn es war das erste, sich zum sozialistischen Deutschland bekennende Stück Literatur, das auch in den USA erschien. Am Montag vor 90 Jahren wurde die Verfasserin beliebter Erzählungen und Romane – hervorzuheben wäre der geschichtliche Vorgänge abklopfende »Kindheitsmuster« (1976) – in Landsberg an der Warthe geboren. Bis zu ihrem Tod 2011 war sie eine leidenschaftlich Beteiligte an den Fragen ihrer Gegenwart: »Immer ist es Leid...

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