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16.03.2019 / Inland / Seite 8

»Beschäftigungsverhältnisse sind zu 90 Prozent befristet«

Befristungsunwesen an den Hochschulen grassiert weiter. Widerstand formiert sich. Ein Gespräch mit Ronja Hesse

Ralf Wurzbacher

Ihr Verband hat gemeinsam mit den Gewerkschaften Verdi und GEW sowie dem Netzwerk für gute Arbeit in der Wissenschaft die Kampagne »Frist ist Frust« initiiert, die sich gegen die Befristungspraxis an den Hochschulen richtet. Warum ist das auch ein Problem der Studierenden?

Wenn im wissenschaftlichen Mittelbau über 90 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse befristet sind, und davon mehr als jedes zweite mit unter einem Jahr Laufzeit, dann betrifft das natürlich ganz unmittelbar auch die Studierenden. Denn gute Lehre braucht Langfristigkeit, braucht Verlässlichkeit. Heute ist es fast schon normal, ein Semester bei einer Lehrbeauftragten zu lernen, die man danach nie wieder zu Gesicht bekommt. Das ist ein unhaltbarer Zustand, am meisten für die Betroffenen selbst. Wie kann man mit vollem Eifer bei der Sache sein, wenn man nicht weiß, ob und wie man nach Semesterende über die Runden kommt?

Aber ist das etwas, das Studierenden wirklich unter den Nägeln brennt?

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