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16.03.2019 / Inland / Seite 4

Denunziant am Schreibtisch

Paragraph 219 a: Student überzieht Ärzte mit Anzeigen und verklagt Journalistin wegen Namensnennung. Verhandlung vor Hamburger Pressekammer

Kristian Stemmler

Wenn es Yannic Hendricks tatsächlich darum geht, anonym zu bleiben, hat er das Gegenteil erreicht. Seit Wochen berichten die Medien unter Nennung seines Namens über sein seltsames »Hobby«: Der Mathematikstudent aus Kleve zeigt Ärztinnen und Ärzte an, die nach seiner Ansicht gegen den Paragraphen 219 a des Strafgesetzbuches – das »Werbeverbot« für Schwangerschaftsabrüche – verstoßen haben. Am Freitag drehte sich in Hamburg eine ganze Kundgebung um seine Aktivitäten, beobachtet von einigen Kamerateams und etlichen Journalisten.

Auch der Dauerregen konnte sie nicht bremsen. Knapp 100 Teilnehmer, vor allem Frauen, waren der Aufforderung des »Hamburger Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung« gefolgt und zur Solidaritätskundgebung für Kersten Artus gekommen. Die Journalistin, Vorsitzende von Pro Familia Hamburg und frühere Linken-Abgeordnete in der Bürgerschaft, betreut die Solidaritätswebseite für die betroffenen Mediziner. Sie wurde von Hendricks verklagt, ...

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