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13.03.2019 / Feuilleton / Seite 11

Dann greift der Bulle ein

»Beale Street« – Barry Jenkins’ bemerkenswerte Verfilmung von James Baldwins Roman

Peer Schmitt

Weiß auf schwarzem Grund. Absatz für Absatz erscheinen die Worte des kurzen Vorworts, das James Baldwin für die deutsche Ausgabe seines 1974 erschienenen Romans »If Beale Street Could Talk« (dt.: »Beale Street Blues«) verfasst hatte, auf der Leinwand: »Die Beale Street ist eine Straße in New Orleans, wo mein Vater, wo Louis Armstrong und der Jazz geboren wurden. Jeder in Amerika geborene Schwarze ist in einem Schwarzen-Viertel irgendeiner amerikanischen Stadt geboren, sei es in Jackson, Mississippi oder Harlem, New York. Die Beale Street ist unser Erbe. Dieser Roman handelt von der Möglichkeit und der Unmöglichkeit, von der absoluten Notwendigkeit, diesem Erbe Ausdruck zu verleihen. Die Beale Street ist eine laute Straße. Es bleibt dem Leser überlassen, im Schlagen der Trommeln eine Bedeutung zu erkennen.«

Baldwins Worte bleiben als einleitender Rahmen von Barry Jenkins’ Romanverfilmung (vom Originaltext um einen das N-Wort enthaltenden Halbsatz gekürz...

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