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14.03.2019 / Ausland / Seite 7

Poroschenkos Stern sinkt

US-Botschafterin liest Staatschef die Leviten. Faschisten stören systematisch Wahlkampfauftritte

Reinhard Lauterbach

Am 31. März wird in der Ukraine ein neuer Präsident gewählt. In aktuellen Umfragen steht der amtierende Staatschef Petro Poroschenko unverändert auf dem dritten Platz mit 15,5 Prozent der Stimmen. Knapp vor ihm notiert Exregierungschefin Julia Timoschenko mit 15,9 Prozent, deutlich an der Spitze hält sich der prominente Showman Wolodimir Selenskij mit 20,5 Prozent.

Zu diesem Ergebnis passt ein öffentlicher Auftritt der US-amerikanischen Botschafterin Mari Jovanovich in Kiew vergangene Woche. Sie nutzte die Gelegenheit zu einer in Ton und Inhalt beispiellosen Abrechnung mit Poroschenko. Sie warf der ukrainischen Staatsmacht vor, auf allen wesentlichen Feldern der sogenannten Reformen versagt zu haben: von der Korruptionsbekämpfung über die »Unabhängigkeit der Justiz« bis hin zum Verdacht der Wahlfälschung.

Konkret verlangte Jovanovich die Entlassung des von Poroschenko ernannten Antikorruptionstaatsanwalts Sachar Cholodnitskij und die Revision eines Urteil...

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