Gegründet 1947 Sa. / So., 15. / 16. Juni 2019, Nr. 136
Die junge Welt wird von 2198 GenossInnen herausgegeben
14.03.2019 / Inland / Seite 5

Entwicklungshilfe für Konzerne

Studie: Wirtschaftliche Zusammenarbeit der Bundesregierung nützt Finanzindustrie und Agrarunternehmen. Auf Kosten des globalen Südens

Bernd Müller

Fast vier Jahre ist es inzwischen her, dass die 193 Mitgliedsstaaten der UNO die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) einstimmig beschlossen hatten. Hunger und Armut sollten bekämpft und Zugang zu sauberem Trinkwasser geschaffen werden. Wie eine am Dienstag vorgestellte Studie des kirchlichen Inkota-Netzwerkes und der Menschenrechtsorganisation FIAN zeigt: Vor allem wurde erreicht, dass Entwicklungshilfe die Interessen von Konzernen und Finanzinstitutionen bedient.

Das liege unter anderem an dem Geburtsfehler der SDG: Den jährlichen Bedarf hatte die UNO damals auf die gewaltige Summe von 3,9 Billionen US-Dollar geschätzt. Von staatlichen Institutionen werden allerdings nur etwa 1,4 Billionen US-Dollar zur Verfügung gestellt. »Im Gepäck der SDG war die Botschaft enthalten, dass zu ihrer Umsetzung gewaltige 2,5 Billionen Dollar pro Jahr fehlen – und nur privates Geld dieses Loch stopfen könne«, erklärte Roman Herre, Agrarreferent von FIAN Deutschland und...

Artikel-Länge: 4058 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €