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12.03.2019 / Feuilleton / Seite 11

Die Utopie zeigt Muskeln

In der Interpretation von Teodor Currentzis erscheint Gustav Mahlers Musik unerhört plausibel

Stefan Siegert

Im Umfeld des griechischen Dirigenten Teodor Currentzis ist zu hören, seine Mozartopern seien großartig, auch sein Rameau, Strawinsky, Purcel. Sein Mahler aber – einzigartig. Kürzlich ist Currentzis’ Interpretation von Mahlers in manchem Belang zen­traler 6. Sinfonie auf CD und als Download erschienen.

Currentzis fühlt sich einer alten Mahler-Familie zugehörig. Sein Lehrer in Sankt Petersburg, der greise Ilja Musin, war eng mit Bruno Walter befreundet, dem bevorzugten Uraufführungsdirigenten Mahlers, und mit Mahlers Assistenten Fritz Stiedry. Currentzis, er komponiert nebenbei auch ein wenig, fühlt sich als »Urenkelschüler« Mahlers.

So war am Anfang bei Gustav Mahler das Orchester. Ein Riesenorchester, vollgestopft mit allem, was das neue industrielle Zeitalter an modernen Blasinstrumenten, Geräuschmachern und Schlagwerken zu bieten hatte. Currentzis sorgt auch aufnahmetechnisch dafür, dass man ihren je speziellen Sound typisch und deutlich hört. Es ist b...

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