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07.03.2019 / Ausland / Seite 2

»Spielball von Holzmafia und Spekulanten«

Rumänische Urwälder werden illegal abgeholzt. Naturschützer fordern EU zu strengeren Kontrollen auf. Ein Gespräch mit Jana Ballenthien

Gitta Düperthal

Am Dienstag trafen sich die EU-Umweltminister in Brüssel. Dem Vernehmen nach waren die illegalen Abholzungen in rumänischen Nationalparks dort kein Thema, was Sie scharf kritisieren. Das Land hat derzeit die EU-Ratspräsidentschaft inne. Ihren Protest machten Sie an dem Tag vor der rumänischen Botschaft in Berlin deutlich. Worum geht es?

Es fehlt an wirksamen Kontrollsystemen auf europäischer Ebene, um das Abholzen in Rumänien zu unterbinden – obgleich die EU »Natura-2000-Gebiete« als zusammenhängende Naturschutzorte gekennzeichnet hat. Das Problem existiert auch in anderen EU-Staaten. Bei unserer Aktion vor der rumänischen Botschaft haben wir uns als Braunbären verkleidet. Die letzten Refugien dieser Tiere in Europa sind rumänische Urwälder. Um den brutalen Kahlschlag dort zu verdeutlichen, haben wir ein »Kettensägenmassaker« veranstaltet. Holzspäne flogen, es war sehr laut. Wir klingelten bei der Botschaft. Als uns ein Repräsentant die Tür öffnete, sagte...

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