Gegründet 1947 Mittwoch, 17. Juli 2019, Nr. 163
Die junge Welt wird von 2201 GenossInnen herausgegeben
06.03.2019 / Ausland / Seite 6

Unter Zugzwang

Britische Justiz rügt politische Einflussnahme in Mordfall durch Loyalisten. Regierung soll handeln

Jenny Farrell

Der Tod des 1989 von britisch-loyalistischen Paramilitärs ermordeten Menschenrechtsanwalts Pat Finucane aus Nordirland hätte nur durch ein öffentliches Ermittlungsverfahren angemessen untersucht werden können. Zu diesem Urteil gelangte der britische Oberste Gerichtshof am 27. Februar, nachdem die Frau des Ermordeten, Geraldine Finucane, im vergangenen Jahr einen Antrag auf eine unabhängige Untersuchung beim höchsten Gericht eingereicht hatte. Festgestellt wurde in dem Urteil, dass der britische Staat seiner Pflicht einer rechtmäßigen Ermittlung nicht nachgekommen sei. Das Gericht erklärte zwar, dass der britische Staat das politische Recht hat, eine solche Ermittlung abzulehnen, jedoch verstoße er damit gegen Artikel 2 der Europäischen Menschenrechtskonvention, das Recht auf Leben.

Der Belfaster Pat Finucane stand seit 1981 im öffentliche...

Artikel-Länge: 2642 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €