Schwarzer Kanal
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06.03.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Zerstörung des Völkerrechts

Der Westen schuf sich in Jugoslawien seine eigenen Regeln und brach die Charta der Vereinten Nationen

Alexander S. Neu

Wenn in der politischen Debatte über Sezessionismus, Annexion etc. diskutiert wird, wird automatisch auf die serbische Provinz Kosovo verwiesen. Allerdings begann der vom Westen praktizierte Völkerrechtsbruch nicht erst mit der auch militärischen Unterstützung der Albaner zur Sezession und der diplomatischen Anerkennung des Kosovo.

Bereits 1991/92 wurde das Völkerrecht, hier das in der UN-Charta und von der UN-Vollversammlung (»Erklärung über die Grundsätze des Völkerrechts betreffend freundschaftliche Beziehungen und Zusammenarbeit zwischen den Staaten im Einklang mit der Charta der Vereinten Nationen«) verbriefte Recht der Souveränität, der territorialen Integrität und des Schutzes vor Einmischung in innere Angelegenheiten, gebrochen. Die diplomatische Anerkennung der jugoslawischen Republiken Slowenien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina – nicht das serbische Kosovo – stellt die Zäsur dar.

Das Selbstbestimmu...

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