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04.03.2019 / Ausland / Seite 7

Kein Landrecht für Indigene

Umweltschutz gegen Erhalt der Heimat: Indiens Justiz untergräbt Schutz der Waldbewohner und legitimiert Vertreibungen

Silva Lieberherr

In Indien formiert sich Widerstand gegen eine Entscheidung des Obersten Gerichtshof vom 14. Februar, in deren Folge über eine Million Menschen, die in Wäldern wohnen, von ihrem Land vertrieben werden sollen, da ihre Landansprüche zurückgewiesen wurden. Landrechtsaktivisten gaben am Montag bekannt, dass Indiens vom Wald abhängige Gemeinschaften Petitionen und Proteste gegen die Entscheidung starten werden, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.

Grundlage des Urteils ist der »Forest Rights Act« (FRA), der 2006 vom Parlament angenommen wurde. Damit sollte eine historische Ungerechtigkeit gegen die Adivasis (Indiens Indigene) und andere im Wald lebende Menschen korrigiert werden. Individuelle und kollektive Landrechte sollten dadurch gewährt, der Zugang zum Wald gesichert und den Bewohnern das Recht gegeben werden, über den Wald und natürliche Ressourcen darin zu entscheiden.

Dagegen klagten bereits 2008 drei Naturschutzorganisationen und stellten die Ver...

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