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28.02.2019 / Sport / Seite 16

Der Dreck vor der Haustür

Und die echten Probleme: Eine Konferenz in Frankfurt über Antisemitismus im Fußball

Gitta Düperthal

So sehr Sozialarbeiter von Fanprojekten auch betonen mögen, Fußball sei grundsätzlich unpolitisch und Eintracht-Frankfurt-Fans interessiere nur »Eintracht, Eintracht, Eintracht«: So ist es nicht. Etwa dann, wenn es um die Politik des hessischen Innenministers Peter Beuth geht. Der CDU-Hardliner, aktuell u. a. in der Kritik, weil er angesichts von neofaschistischen Netzwerken bei der Frankfurter Polizei jeden Aufklärungseifer vermissen lässt, hat sich den Zorn der Fanszene zugezogen. Die Ultras und andere Eintracht-Anhänger haben verstanden, dass ihnen Kriminalisierung droht, weil der Minister sich ständig neue Sanktionen ausdenkt: Ende November forderte Beuth erst Gefängnisstrafen für Fans, die Bengalos im Stadion zünden, was bislang als Ordnungswidrigkeit gilt. Dann schob er die Ankündigung hinterher, »Problemfans« künftig polizeiliche Maßnahmen in Rechnung stellen zu wollen. Und nun das: Am Donnerstag vergangener Woche durchsuchten Polizeieinheiten beim...

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