Schwarzer Kanal
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28.02.2019 / Thema / Seite 12

Zwischen Routine und Resignation

Wie das Politbüro des ZK der SED im Februar 1989 die Wirtschaftsprobleme der DDR behandelte

Jörg Roesler

Ein überflüssiger Satz: 1989 war für die DDR ein Krisenjahr. Es war aber nicht das erste. Die Jahre 1953 und 1961 wären da noch zu nennen. Aus diesen Krisen hatte die DDR wieder herausgefunden. »Neuer Kurs« bzw. »Neue ökonomische Politik« hießen die Strategien, mit denen die DDR-Führung den Weg aus dem Dilemma fand. Insbesondere der Krise am Anfang der 1960er Jahre war ein langer Zeitraum gefolgt, in der es im Osten Deutschlands voranging, Wirtschaftsleistung und Wohlstand stiegen. Warum fand man 1989 nicht mehr aus der Krise?

Entscheidungsträger Politbüro

Die Ausarbeitung einer Krisenbewältigungsstrategie setzt voraus, dass diejenigen, die im Land das Sagen haben, die krisenhafte Situation erkennen. Das Sagen in der DDR hatte zweifellos das Politbüro des ZK der SED. Das hatten alle Entscheidungsträger der DDR, ob Minister für ein Fachgebiet oder Vorsitzende des Bezirksrats für eine Region verinnerlicht. Wenn sie mit ihren Vorstellungen Erfolg haben ...

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