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20.02.2019 / Inland / Seite 5

Bis aufs letzte Hemd

Ökonomen des Ifo-Instituts plädieren für drastische Kürzungen bei Hartz-IV-Aufstockern. CDU und CSU stimmen in den Chor ein

Susan Bonath

Der Mindestlohn beträgt 9,19 Euro. An zwei Achtstundentagen kommen Beschäftigte damit auf 147 Euro brutto. Nicht so bei Andreas Peichl vom Ifo-Institut: In einer Pressekonferenz am Montag zum Thema Hartz IV plädierte der Leiter des Ifo-Zentrums für Makroökonomik dafür, die Freibeträge für Hartz-IV-Aufstocker radikal zu kürzen. Jeden Verdienst bis 630 Euro sollen Jobcenter demnach komplett von den Leistungen abziehen. Diese Summe entspreche, so der Makroökonom, doch nur »zwei Tagen Vollzeitarbeit zum Mindestlohn«.

Welche Rechenkunst den Wirtschaftsexperten zu seinem Ergebnis führte, erklärte das Ifo-Institut auf Nachfrage von jW nicht. Ifo-Sprecher Harald Schultz lieferte nur eine weitere unverständliche Berechnung. Unabhängig davon: Die Ifo-Experten wollen weiter ans Eingemachte der Armen gehen, diesmal an das kleine Budget der mehr als eine Million Hartz-IV-Aufstocker, die in prekären Jobs arbeiten.

Sie fordern konkret, die heute geltenden Freibeträge bi...

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