Schwarzer Kanal
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15.02.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Auf der schiefen Bahn

Wegen starker Steigungen ist die Schnellfahrtrasse Berlin-München für Güterzüge praktisch unpassierbar. Bilanz: Null Fahrten in 14 Monaten

Ralf Wurzbacher

Das war mal eine Ansage: Sobald die Hochgeschwindigkeitsachse zwischen Berlin und München fertig gestellt sei, würden pro Tag 70 Güterzüge über die Schienen brettern, in eine Richtung wohlgemerkt, also ingesamt 140 in 24 Stunden und bis zu 50.000 im Jahr. So verkündete es 2010 der damalige Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) – ganz offiziell und ohne rot zu werden. Heute, 14 Monate nach Eröffnung der Strecke, ist die Bilanz gleich null. Soll heißen: In 430 Tagen ist noch kein einziger Güterzug auf der Schnellbahntrasse verkehrt. So steht es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag, über die am Donnerstag die Süddeutsche Zeitung (SZ) berichtete. Während die Strecke im Personenverkehr ein Erfolg sei, »bahnt sich im Güterverkehr ein Fiasko an«, schrieb das Blatt.

Tatsächlich ist der Streckenabschnitt gar nicht für die Beförderung schwerer Lasten ausgelegt. Was Kritikern seit langem klar war, räumte n...

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