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11.02.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Am Grabe Khomeinis

Irans Präsident lobt weiterhin das Wiener Abkommen – dabei ist nur ein Scherbenhaufen davon übrig

Knut Mellenthin

Der Iran befinde sich »unter dem größten wirtschaftlichen Druck, dem die Nation in den letzten 40 Jahren ausgesetzt war«, behauptete Hassan Rohani am 30. Januar. Schauplatz war das Mausoleum für Imam Khomeini, wo der Präsident eine Rede zum Auftakt der mehrtägigen Feiern anlässlich des 40. Jahrestages der »Islamischen Revolution« hielt. Ruhollah Musawi Khomeini gilt als deren religiöser und politischer Führer. Er starb am 3. Juni 1989, nicht einmal ein Jahr nach dem Ende des irakisch-iranischen Krieges.

Die Erinnerung an diese acht Jahre dauernde militärische Auseinandersetzung, in der der Iran praktisch vollkommen isoliert war, reicht aus, um die Äußerung des iranischen Präsidenten als überzogen zu erkennen. Hinzu kommt, dass das Land heute in Russland einen wichtigen Verbündeten und Partner hat, während die Sowjetunion damals den Kriegsgegner Irak unterstützte.

Die Aussage Rohanis lässt dennoch erkennen, wie schwer die von US-Präsident Donald Trump im M...

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