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07.02.2019 / Ausland / Seite 7

Gipfel des Misstrauens

Visegrad-Staaten wollen politisches Gegengewicht in der EU sein. Merkel will »danken«

Reinhard Lauterbach

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird am heutigen Donnerstag als Gast zum Gipfeltreffen der vier »Visegrad-Staaten« erwartet. Das Treffen mit den Regierungschefs von Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn findet in der slowakischen Hauptstadt Bratislava statt. Formaler Anlass ist der Umstand, dass es 30 Jahre her ist, dass sich Ungarn durch die Aussicht auf einen westdeutschen Kredit über 500 Millionen D-Mark veranlassen ließ, seine Bündnissolidarität mit der DDR aufzukündigen und seine Grenze zu Österreich für DDR-Bürger zu öffnen. Hierfür wolle Merkel »danken«, so die offizielle Version. Außerdem sollten aktuelle EU-politische Fragen wie der bevorstehende Austritt Großbritanniens und seine Folgen besprochen werden, heißt es in der Ankündigung.

Die Frage ist, ob sie ähnliche Geschenke mitbringt, wie sie 1989 der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl gegenüber dem hochverschuldeten Ungarn auspacken konnte. Zu zweien der vier Visegrad-Staaten sind die Bezieh...

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