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07.02.2019 / Ausland / Seite 2

»Man will keine Zeugen für das, was passiert«

Privates Rettungsschiff »Sea-Watch 3« in sizilianischem Hafen festgehalten. Organisatoren appellieren an Berlin. Gespräch mit Ruben Neugebauer

Kristian Stemmler

Nach einer zehntägigen Odyssee auf dem Mittelmeer mit 47 geretteten Flüchtlingen an Bord konnte die »Sea-Watch 3« vergangene Woche in den Hafen des sizilianischen Catania einlaufen, wird aber seitdem dort festgehalten. Wieso durfte sie noch nicht wieder auslaufen?

Weil wir noch eine Liste angeblicher Mängel abarbeiten müssen, die die italienische Küstenwache festgestellt hat. Offensichtlich wurde Druck auf die Küstenwache ausgeübt, irgendwas zu finden. Die Mängelliste ist sehr lang, und darauf stehen teils absurde Dinge. Etwa, dass wir Dixi-Klos an Bord haben, die nicht mit dem Abwassertank des Schiffes verbunden sind.

Das klingt nach den üblich gewordenen Schikanen gegen die auf dem Mittelmeer aktiven Seenotretter. Nur, wieso hat Sie dann die italienische Justiz in Schutz genommen?

Selbst Staatsanwalt Carmelo Zucca­ro, der für seine Kampagnen gegen Seenotretter bekannt ist, musste zugeben, dass unser letzter Einsatz notwendig war, um Leben zu retten. Er ...

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