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06.02.2019 / Antifa / Seite 15

Ungebrochener Eigensinn

Lebensgeschichten von Überlebenden des größten NS-Frauenlagers erforscht. Fokus auf kommunistische Akteurinnen nach Befreiung aus KZ Ravensbrück

Brigitta Huhnke

Auch der politische Himmel des Widerstandes gegen die NS-Gesellschaft und deren Verbrechen gehört noch lange nicht zur Hälfte den Frauen. Sonst hätte Henning Fischer nicht mehr als 500 Seiten über die meist kommunistischen Akteurinnen der deutschen Lagergemeinschaften Ravensbrück, ihre Aktivitäten von 1945 bis 1989, verfassen müssen. Im Osten von Anfang an als »Ravensbrück-Komitee« organisiert, später in der »Lagerabeitsgemeinschaft Ravensbrück«, konnten die Frauen im Westen erst 1966 offiziell die »Lagergemeinschaft Ravensbrück« gründen.

In das 1939 errichtete KZ Ravensbrück, das größte NS-Frauenlager, hatten die Täter 130.000 Frauen sowie auch Männer und Kinder verbracht, von denen sie etwa 28.000 ermordeten. Von den Befreiten lebten in der späteren BRD 150, in der DDR 220 Akteurinnen des politischen Widerstandes. Fischer rückt die kommunistischen Überlebenden in den Fokus. Für die Rekonstruktion der »erfahrungsgeschichtlichen Längsschnittstudie« mit...

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