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06.02.2019 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 8

»Amazon will einfach keine Gewerkschaft im Haus«

Erneuter Streik am Standort in Bad Hersfeld. Verdi fordert ordentlichen Tarifvertrag. Gespräch mit Mechthild Middeke

Gitta Düperthal

Mitarbeiter von Amazon in Bad Hersfeld sind seit 2013 immer wieder im Arbeitskampf, weil das Unternehmen sich weigert, mit der Gewerkschaft einen Tarifvertrag abzuschließen. Der Konzern verweist stets auf ein hauseigenes Vergütungssystem. Das reicht Ihnen nicht aus?

Wir kämpfen seit Jahren darum, dass der weltgrößte Versandhändler in Deutschland die Tarifverträge des Einzel- und Versandhandels anerkennt. Denn danach würde jemand, der bei Amazon neu einsteigt, gleich einen Stundenlohn von 13,98 Euro erhalten. Nach Handelstarif erhält ein typischer Mitarbeiter eines Logistikzentrums 2.278 Euro im Monat brutto. Der Konzern zahlt aber nur einen Anfangslohn von 11,18 Euro. Nach 24 Monaten erhält ein Mitarbeiter durchschnittlich 2.266 Euro brutto im Monat, inklusive leistungsbezogener Boni und einer Sonderzahlung im Jahr. Bei dem von uns geforderten Handelstarifvertrag gäbe es zusätzliche Verbesserungen, etwa beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Letzteres wäre in ...

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