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06.02.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

»Keine Illusionen machen«

Organisatoren von Protest gegen »Münchner Sicherheitskonferenz« sehen reelle Atomkriegsgefahr. Ein Gespräch mit Claus Schreer

Sebastian Lipp

Die USA haben kürzlich beschlossen, aus dem INF-Vertrag zum Verzicht auf landgestützte atomare Mittelstreckenwaffen auszusteigen, die NATO-Partner stellten sich dahinter. Friedensbewegte sind deswegen alarmiert. Was spricht aus Ihrer Sicht dagegen, die »Münchner Sicherheitskonferenz«, kurz Siko, als Forum zu betrachten, auf dem wenigstens noch geredet statt geschossen wird?

Reden ist immer besser als schießen, aber auf der Siko finden keine Verhandlungen statt. Sie ist vor allem ein medienwirksames Propagandaforum zur Selbstdarstellung der NATO, zur Rechtfertigung der NATO- und EU-Militäreinsätze und immer höheren Rüstungsausgaben. Die Bezeichnung »Sicherheitskonferenz« ist purer Etikettenschwindel.

Mit der Kündigung des INF-Vertrags durch die USA und der beabsichtigten Stationierung neuer Mittelstreckenraketen und Marschflugkörper in Europa droht ein neues atomares Wettrüsten mit allen damit verbundenen unabsehbaren Folgen, einschließlich der Gefahr eine...

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