Gegründet 1947 Freitag, 4. Dezember 2020, Nr. 284
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02.02.2019 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Die Mauern von Anstalten sind die härtesten Normalitätsgrenzen«

Ein Gespräch mit Jürgen Link. Über aufeinanderfolgende Krisen, den Begriff der Normalität und Diskurspartisanentum

Florian Neuner

Zwischen Ihrem »Versuch über den Normalismus« und der aktuellen Studie »Normalismus und Antagonismus in der Postmoderne« liegen nicht nur 20 Jahre, sondern auch eine Reihe umwälzender Ereignisse. Wie haben diese die Theoriebildung beeinflusst?

Die damalige Situation könnte man beschreiben als tiefe Normalität. Die sogenannte Weltordnung stellte sich als eine Weltordnung der Normalität dar. Das Buch der Stunde war Francis Fukuyamas »Ende der Geschichte« mit der wesentlichen These: Mit dem Zusammenbruch des Kommunismus sind wir am Ende der Geschichte angekommen. Jetzt gibt es keine Antagonismen mehr. Als das Buch 1992 erschien, hatten viele den Eindruck, dass das noch lange so weiterlaufen könnte. Als dann aber der 11. September 2001 kam, meinte die Mehrzahl der Mainstreamkommentatoren, Fukuyama sei widerlegt, die Geschichte wieder zurück. »Das Ende der Geschichte« wurde abgelöst von einem anderen vielzitierten Buchtitel, nämlich Samuel Huntingtons »Kampf d...

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