Gegründet 1947 Donnerstag, 18. April 2019, Nr. 92
Die junge Welt wird von 2181 GenossInnen herausgegeben
04.02.2003 / Feuilleton / Seite 12

Auch gut so

Die schwulen Propagandablätter Queer und GiP sind Pleite. Ein Nachruf

Dirk Ruder

Nach längerer Talfahrt meldete am 20. Januar die Kölner Queer AG Insolvenz an, unter deren Regie seit 1999 die gleichnamige, bundesweit größte »Monatszeitung für Schwule, Lesben, Bis[exuelle – d.A.] und Transgender« erschien. Ende Januar wurde zudem in Berlin die schon länger vermutete Einstellung des schwulen Szenekalenders GiP (»Großstadt im Profil«) Gewißheit. Das Berliner »wissenschaftlich-humanitäre komitee« (whk) kommentierte, die Götter des Marktes hätten im Fall der redaktionell eher schlichten GiP »einen Sinn für das politisch Notwendige« gehabt und einen »weiteren wichtigen Schritt gegen die politische Verdummung der homosexuellen Szene« getan.

Erneut trifft es mit der Queer AG ein Szeneunternehmen des mit der grünen Partei eng liierten Kölner Homo-Klüngels: Erst im Frühjahr 2002 hatte in der schwul-lesbischen »Hauptstadt der Bewegung« der nordrhein-westfälische Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Insolvenz anmelden müssen, nachdem er vom Lan...

Artikel-Länge: 6731 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €