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31.01.2019 / Titel / Seite 1

EU tötet mit

Fluchtroute Mittelmeer: Todesrate laut UN-Flüchtlingshilfswerk deutlich gestiegen. »Sea-Watch«-Retter können endlich anlegen

Ulla Jelpke

Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) wirft den EU-Staaten Mitschuld an Tausenden von Toten im Mittelmeer vor. In einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht gibt die Organisation an, dass die Gesamtzahl der Toten im vergangenen Jahr zwar um knapp ein Drittel auf 2.275 gesunken ist – das liegt allerdings nur daran, dass auch die Gesamtzahl der über das Mittelmeer Flüchtenden erheblich zurückgegangen ist. Die Todesrate ist laut UNHCR dagegen angestiegen, bis auf das Dreifache.

Besonders bedrohlich ist nach wie vor die Lage auf der zentralen Mittelmeerroute von Libyen aus: Hier starben 1.100 Flüchtlinge. Auf 14 Überlebende, die es nach Europa geschafft haben, kommt ein Toter. Im Vorjahr war das Verhältnis noch 38 zu eins. Das Gros der Fluchtbewegungen hat sich indes gen Westen verlagert: In Spanien etwa kamen im vorigen Jahr 65.400 Flüchtlinge an, mehr als doppelt so viele wie 2017; in Italien nur noch 23.400, ein Fünftel der Zahl vom Vorjahr. Dementspreche...

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