Der Schwarze Kanal
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29.01.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Marode Leitungen

EU, Ukraine und Russland verhandeln über Gastransit. Kiew muss Pipelinenetz an ausländisches Konsortium übertragen

Reinhard Lauterbach

Die EU, Russland und die Ukra­i­ne haben sich in der vergangenen Woche zu einer neuen Verhandlungsrunde über die Bedingungen des künftigen Gastransits durch die Ukraine getroffen. Es geht dabei darum, wieviel Gas die russische Seite auch künftig noch durch dieses Land leiten soll. Der aktuell gültige Vertrag läuft Ende dieses Jahres aus.

Der russische Transit durch die Ukrai­ne geht trotz steigenden Absatzes seit langem zurück: 1998 betrug er 141 Milliarden Kubikmeter, 2017 waren es 93, 2018 nur noch 87 Milliarden. Dabei spielt auch der wachsende Verschleiß des noch zu sowjetischen Zeiten in der Ukraine verlegten Pipelinenetzes eine Rolle. Die EU verlangt nun von Russland, den Transit durch die Ukraine in einer Größenordnung von 60 Milliarden zu stabilisieren – das ist etwa ein Drittel weniger, als in den letzten Jahren durch ukrainische Pipelines nach Westen und Südwesten floss. Damit verringern sich entsprechend auch die Einnahmen, die die Ukraine aus d...

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